Bindemittelquerverteilung

Dieses Dosiersystem ermöglicht es, im Spurbereich von Schwerlastverkehr weniger Bindemittel aufzutragen, um ein Durchschwitzen von Bindemittel zu reduzieren. Der Bediener definiert die reduzierte Menge und gibt die gewünschte Dosierung und den Spurbereich (Spritzbereich mit reduzierter Menge) am Display ein. Die Computersteuerung berechnet und steuert dann die angesprochenen Spritzdüsen an und dies auch bei ständig variierender Arbeitsbreite. Der Einsatz dieser Technik ist für alle üblichen Oberflächenbehandlungen mit Bitumenemulsion und Bitumen einsetzbar um über eine längere Nutzungsdauer die Sicherheit des Straßenverkehrs zu erhöhen.

Bindemittelmengenerfassung

Durch ein Erfassungssystem wird die aktuelle Bindemittelmenge exakt erfasst, die über den Spritzbalken auf die Straßenoberfläche aufgespritzt wird. Dadurch kann eine präzise Menge pro Quadratmeter aufgetragen werden. Die Erfassung ist frei vom Wirkungsgrad der Technik, der Viskosität des Bindemittels und den Druckdifferenzen im Leitungssystem.

Bei Bitumenemulsion wird ein induktiver Durchflussmesser eingesetzt mit den Angaben in Liter bzw. l/min. Bei Bitumen wird ein Massendurchflussmesser eingesetzt mit der Angabe Kilogramm bzw. kg/min. Es können auch Teilmengen, wie z. B. der Verbrauch von Bindemittel beim Handspritzen genau erfasst und ausgewertet werden.

Zugabe von Additiven / Dope

Es gibt verschiedene Systeme um den Einsatz von Bindemittel zu beeinflussen und zu verbessern. Bei Bitumenemulsion wird zusätzlich am Spritzbalken, über ein zusätzliches Spritzsystem ein Dope gesprüht um das Bindemittel schnell brechen zu lassen. Danach sind die Flächen für weitere Arbeitsschritte befahrbar.

Bei Bitumen wird ein zusätzliches Additiv in das zu verspritzende Bindemittel dosiert um eine Verbesserung der Klebekraft oder Verbesserung der Haftung am Splitt zu erreichen.

Die gewünschte Menge wird dann über die Steuerung entsprechend dosiert und im Leitungssystem des Pumpenaggregats gemischt und anschließend über das Spritzbalkensystem entsprechend aufgespritzt. Dies erfolgt auch bei wechselnden Bedingungen der Arbeitsbreite oder Arbeitsgeschwindigkeit.

Computersteuerung und Prozessdatenerfassung

Die Bedienung der Dosierautomatik im Fahrerhaus ist über ein Touchscreen für den Bediener übersichtlich aufgebaut. Hier werden die gewünschten Dosiermengen und Baustellendaten eingegeben.

Entsprechend der technischen Ausrüstung der Spritzrampe können über Erfassungsgeräte, Sensoren und Eingabe folgende Daten und Informationen gespeichert werden: Eingestellte Werte, Temperaturen (z.B. Bindemittel, Luft, Boden), Spritzdruck, Datum und Uhrzeit, Arbeitsbreite, Drehzahlen, Arbeitsgeschwindigkeit, Fläche, Baustellendaten, GPS Koordinaten, Arbeitsaktionen, erfasste Bindemittelmengen, etc.

Die Daten werden entsprechend des Datenvolumens abgelegt und sind für eine weitere Verwendung abrufbar. Über die USB-Schnittstellen ist es möglich, alle gespeicherten Daten zu übergeben und am PC auszuwerten oder als eine firmeninterne Baustellendokumentation zu archivieren. Eine spätere Rekonstruktion des Baustellenablaufs und der -aktion können über die GPS-Daten vor Ort mit einfachen Mitteln durchgeführt werden. Die Ausgabe der Baustellendaten, wie z. B. verarbeitete Menge und Fläche ist über einen Drucker möglich.

Splittstreuer für hochwertige Oberflächenbehandlung

Der Streuer kann in beide Fahrtrichtungen eingesetzt werden und die Splittdosierung ist auch bei wechselnder Arbeitsgeschwindigkeit gleich. Es können alle üblichen Edelsplitte von 2/4 bis 11/16 verarbeitet werden.